Archiv für die Kategorie „Hartz IV“

Motivierte Hartz-IV-EmpfängerInnen

Montag, 30. August 2010

Auch aus der aktuellsten Studie des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) geht hervor, dass Hartz-IV-EmpfängerInnen motiviert sind sich Arbeit zu suchen, sie sind dafür zu hohen Konzessionen bereit. Wer nicht nach Arbeit sucht, ist meist gesundheitlich eingeschränkt. Die IAB-Studie widerlegt damit wieder einmal das Klischee von den Arbeitslosen, die es sich in der “Sozialen Hängematte” bequem machen.

Link zum Kurzbericht des IAB

Arbeitslose lernen mit Lebensmittelattrappen

Donnerstag, 26. August 2010

Eine neue (Ausbildungs)maßnahme soll Hartz-IV-EmpfängerInnen für den Arbeitsmarkt fit machen. Lernen mit Lebensmittelattrappen im Fake-Supermarkt. Unglaublich, lesen Sie selbst!

Link zum Online-Artikel über den “Hartz-IV-Supermarkt”

Neues von Thilo Sarrazin

Mittwoch, 25. August 2010

Thilo Sarrazin kann’s nicht lassen – oder wie die taz formuliert: “Deutschlands beliebtester Quartalsirrer Thilo Sarrazin ist zurück”. Ein ganzes Buch mit Propagandasprüchen über sozialschmarotzende MigrantInnen und die vermeintlich drohende Überfremdung hat er geschrieben. Zu lesen gibt es das Buch noch nicht, aber bereits einige Artikel dazu. Eine Auswahl ist hier verlinkt.

Link zum taz-Kommentar

Link zur Süddeutschen Zeitung

Link zu Spiegel.de

Link zu tagesspiegel.de

Sparen an den Armen?

Dienstag, 8. Juni 2010

Die Schwarz-Gelbe Koalition hat nach ihrer Sparklausur nun verkündet, wie sie das Defizit im Bundeshaushalt verringern will. Wie schon erwartet wurde, wird – vor allem ab 2012 – vor allen bei den Ärmeren gespart: 11 Milliarden sollen Kürzungen bei den Sozialeinsparungen bringen gegenüber 8 Milliarden bei der Wirtschaft. Gespart (bzw. gestrichen) werden soll an den Vermittlungsmaßnahmen für Erwerbslose, den Rentenzuschüssen für Hartz-IV-EmpfängerInnen, den Zuschlägen beim Übergang von Alg I zu Alg II, beim Elterngeld etc. Allerdings soll u. a. auch eine Finanztransaktionssteuer 2 Milliarden Euro einbringen.

Berichte und Kommentare auf:
www.zeit.de
www.taz.de
www.spiegel.de

Erhalt der JobCenter doch fraglich!?

Donnerstag, 27. Mai 2010

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist trotz des gefundenen Kompromisses von Regierung und Opposition fraglich, ob die JobCenter erhalten bleiben.  Mittlerweile lägen 40 Änderungsvorschläge, vor allem aus den unionsgeführten Ländern, vor.  Die Sozialministerin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD),  sprach daher gegenüber der Süddeutschen von einem  “Riesenwirrwarr hinter den Kulissen”. Ein strittiges Thema ist offensichtlich die Umwandlung der JobCenter-Stellen in unbefristete Arbeitsverhältnisse. Ob das wohl alles bis zur Sommerpause Anfang Juli geklärt werden kann?

Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Sanktionen gegen junge Arbeitslose zu scharf

Samstag, 15. Mai 2010

Wie im neuesten Bericht des Instituts  für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) festgestellt wird, sind die Sanktionen gegen junge Arbeitslose im SGB II zu scharf. Die sogenannten “U 25″ werden schärfer und häufiger sanktioniert, auch die Unterkunftskosten können neben der Regelleistung gestrichen werden – ein Wohnungsverlust droht. Die vom IAB befragten Fachkräfte sehen die bestehenden Sanktionsregelungen z. T. als zu scharf an. Letztendlich stellt das IAB die Frage: “Darf Hilfebedürftigen die Grundsicherung, ob anteilig oder ganz, durch Sanktionen entzogen werden? Oder muss Arbeitsmarktpolitik das Existenzminimum respektieren – auch wenn sich Leistungsbezieher/-innen regelwidrig verhalten?”

Link zum Bericht des IAB

Mehr Aufstocker im Alg-II-Bezug

Mittwoch, 5. Mai 2010

Wie viele Medien gestern und heute berichten, liegt der Nachrichtenagentur dpa ein neuer Statistikbericht der Bundesagentur für Arbeit vor, nach dem die Zahl der Aufstocker (Lohn plus Alg II) wächst – von 1,321 Millionen 2008 auf 1,325 Millionen 2009. Der Statistikbericht ist auf den Seiten der Bundesagentur noch nicht verfügbar. Wie bspw. der Focus online berichtet, hat vor allem die Zahl der Aufstocker mit einem Einkommen von weniger als 400 Euro zugenommen, während es weniger Menschen geworden sind, die bei einem Einkommen von mehr als 800 Euro auf ergänzende Leistungen angewiesen waren. Dafür sei die Zahl der Selbstständigen im Alg-II-Bezug ebenfalls gestiegen, nämlich von 72.000 auf mehr als 111.000.

Link zum Focus-online-Artikel

Arbeitsangebote oder Arbeitszwang?

Dienstag, 20. April 2010

Wie Guido Westerwelle in der letzten (online nicht verfügbaren) Bild am Sonntag mitgeteilt hat, entscheidet das Kabinett morgen über Verschärfungen für die Gruppe der Unter-25-Jährigen im Rahmen der SGB-II-Leistungen. Sie sollen zukünftig gezwungen werden können, jedes Arbeits-, Aus- oder Fortbildungsangebot anzunehmen. Während die ZEIT dies lediglich als neutrale Information ins Netz stellt, schreibt die taz in einem Kommentar von “Arbeitszwang” und und einer Stigmatisierung der jungen Erwachsenen als “renitente Arbeitsverweigerer”. Entscheiden Sie selbst!

Link zum ZEIT-Artikel

Link zum Taz-Kommentar

Die Kultur-Tafel

Montag, 19. April 2010

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. In der heutigen Taz wird über die Berliner “Kulturloge” berichtet, die ab 26.4. Arbeitslosen und GeringverdienerInnen den Zugang zur Berliner Kultur erleichtern möchte – durch kostenlose Tickets, die als Freitickets von diversen Kultureinrichtungen zur Verfügung gestellt werden sollen. U. a. bei der Berliner Tafel kann man sich mit entsprechendem Einkommensnachweis hierfür anmelden. Vorteil: An den Abendkassen entfällt das würdelose Nachweisen des Einkommens, um ein ermäßigtes Ticket zu ergattern.

Link zum Taz-Artikel

Studie widerlegt Westerwelle

Dienstag, 2. März 2010

Wie eine aktuelle Studie des DPWV belegt, ist Westerwelles Debatte über das Lohnabstandsgebot unseriös geführt. Westerwelle hatte vorgerechnet, dass GeringverdienerInnen z. T. weniger Geld zur Verfügung haben als Hartz-IV-BezieherInnen und dabei Ansprüche der GeringverdienerInnen auf Wohngeld, Kindergeldzuschläge etc. unter den Tisch fallen lassen. In der Studie wird nun anhand von 196 Beispielrechnungen belegt: “Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, hat mehr als der, der nicht arbeitet.” (DPWV).

Link zur DPWV-Website und zum Download der Studie